Nachhaltigkeit im Marketing: Was eine neue Studie über Print und Online-Werbung verrät

11. November 2025

Nachhaltigkeit im Marketing: Was eine neue Studie über Print und Online-Werbung verrät

Im Kontext der Nachhaltigkeit wird digitale Kommunikation oft pauschal als die ökologisch bessere Wahl angesehen. Doch eine neue, unabhängige Ökobilanz-Studie (LCA) des renommierten Öko-Institut Freiburg liefert differenzierte und überraschende Erkenntnisse zum Treibhausgaspotenzial von Print- und Online-Werbung.

Die umfassende Analyse, die den gesamten Lebenszyklus betrachtet, zeigt, dass gedruckte Werbemittel in vielen Szenarien einen signifikant geringeren CO₂e-Fußabdruck aufweisen als ihre digitalen Pendants.

Zentrale Ergebnisse im Vergleich

  • ✅ Der gedruckte Prospekt hat einen 5x geringeren Fußabdruck als der Online-(PDF-)Prospekt
  • ✅ Anzeigen in Print-Tageszeitungen sind um 67 kg CO₂e geringer als Online-Banner (pro 1 Mio. Impressionen)

Der Schlüssel zum Vorteil von Print

Reichweite (Multi-User-Effekt): Bei Printmedien teilen sich oft mehrere Leser ein Exemplar. Diese höhere Leseranzahl verteilt das Treibhausgaspotenzial auf mehrere Personen.

Materialeffizienz: Die Wahl von Papieren mit geringem Carbon Footprint spielt eine entscheidende Rolle.

Digitale Last: Im digitalen Bereich belasten vor allem die Herstellung und Nutzung der IKT-Endgeräte sowie die energieintensive Datenübertragung die Bilanz.

Fazit

Wer mit Wirkung und Verantwortung werben will, sollte Print (wieder) stärker in den Marketing-Mix einbeziehen. Die Entscheidung für ein Werbemedium ist komplex – diese Daten des Öko-Instituts bieten eine wichtige Grundlage.

Die LCA-Studie wurde beauftragt vom Bundesverband Druck und Medien e.V., Austropapier, dpsuisse, Jorcon b.v. sowie Verband Druck|Medien Österreich.

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